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unilogo Universität Stuttgart
Institut für Visualisierung und Interaktive Systeme

Hauptseminar: Algorithmen für Videoströme in der Computergrafik

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  • Thema: Kodierung von Videoströmen
  • Referent: Markus Hocke
  • Termin: 9.11.2006
  • Dokumente: Folien [pdf]   |   Ausarbeitung [pdf]

Zusammenfassung

Nach der Erfassung von Videodaten stellt sich die Frage, wie man mit den Datenströmen weiter verfahren möchte. Bei Übertragungsmedien, zum Beispiel per Satellit, steht nur eine begrenzte Bandbreite zur Verfügung, so dass ein unkompriemierter Videostrom in PAL-Auflösung nicht in Echtzeit übertragen werden kann.

In dieser Arbeit werden Kodierungsmethoden, allen voran die MPEG-Methoden, als auch Containerformate vorgestellt, durch welche es möglich ist, zum Beispiel Echtzeitübertragung zu realisieren. Containerformate wie MP4 können mehr als nur Video- und Audiodaten enthalten, es ist auch möglich, Untertitel, 2D- und 3D-Grafiken sowie Bilder einzufügen. Anhand vom QuickTime Containerformat (.mov) wird die Benutzung von Atomen, gewisse Dateneinheiten, erläutert, wodurch eine hierarchische Strukturierung von Informationen und Zusammenhängen im File erzielt wird. Das MP4-Format basiert auf dem QuickTime-Containerformat. MPEG7 geht einen Schritt weiter und stellt die Weichen für eine Beschreibungssprache auf der Grundlage von XML, die den Vorteil bietet, dass man Metadaten über eine Videodatei zu jedem Zeitpunkt abrufen kann, ohne aufwendige Dekodierschritte des Kompressionsalgorithmus anzuwenden und somit die Zeitverzögerung möglichst gering zu halten. Die Metadaten sowie semantischen und analytischen Merkmale abseits der Signalkompression in MPEG7 führen zu einer Vereinfachung der Audio-/Video-Datenbankhaltung. Über die Neuerungen, die MPEG7 brachte, wird genauer berichtet.

Die Kodierung von Videoströmen stellt einen vor die Herausforderung, trotz verlustbehafteten Kompressionsalgorithmen die Qualität des Streams in akzeptabler Höhe zu halten. Bei der MPEG-Kodierung werden Phasen wie "Diskrete Kosinustransformation", Quantisierung und Kodierung eingesetzt, auf die näher eingegangen wird. Ausserdem soll der Sinn von I-, P- und B-Frames beleuchtet werden.

Mittels eines Beispiels, wie dem Video on Demand (VoD), kann verdeutlicht werden, wie die Auslastung der Zentralserver und Proxy-Server im Internet, welche Filme anbieten, verkleinert wird, indem man einerseits "streaming layered encoded movies" einsetzt, andererseits durch stochastische Berechnungen voraussagt, welche Filme am beliebtesten sind. Das hat den Vorteil, dass man effizienter cachen kann, und Proxy-Server sich die Arbeit teilen sowie den Zentralserver entlasten.

Literatur