Die aus dem Teilprojekt D2 des Sonderforschungsbereichs 627 hervorgegangenen Assistenzsysteme
für Personen mit sensorischen Einschränkungen bieten die Möglichkeit,
Studierende mit Sehbehinderungen bei der Navigation im Universitätsgelände
zu unterstützen. Mit dem am Institut für Visualisierung und Interaktive Systeme
entwickelten TANIA-System (Tactile Acoustical Navigation and Information Assistant) ist
es bereits jetzt für blinde Personen möglich, sich auch in unbekannten Umgebungen zu
orientieren und zu gewünschten Zielen führen zu lassen. Hierfür ist eine
genaue Kartierung der Umgebung in einem geeigneten Format notwendig.
Ziel des Projekts "Assistenz für sensorisch Behinderte an der Universität
Stuttgart" (ASBUS) ist es, diese Kartierung auf die gesamte Universität
auszudehnen, um so eine selbständige Navigation in allen öffentlich zugänglichen
Bereichen der Universität - entsprechend den UN-Konventionen und den Gesetzen zur
Barrierefreiheit - erreichen zu können.
Im Rahmen dieses Projekts sollen außerdem studienrelevante Informationen in das Assistenzsystem
TANIA integriert werden. Hiermit soll die Basis für eine selbstbestimmte Teilnahme am universitären
Leben und ein kontextbezogenes Studieren geschaffen werden, ohne ständig auf fremde Hilfe
angewiesen zu sein. Beispielsweise soll Studierenden, die blind sind, bereits der Einstieg in das Studium
durch ortsbezogene erweiterte Hinweise auf Lehrveranstaltungen erleichtert werden.
Sämtliche Informationen dieser Art können sehbehinderten Benutzern des Systems akustisch oder über
eine portable Braillezeile übermittelt werden.
|