Institut für Visualisierung und Interaktive Systeme
Stabilitätsuntersuchungen
Stabilitätsuntersuchungen
Um Aussagen über den Vergleich
von Varianten machen zu können, müssen zunächst die
Einflussfaktoren, die von numerischen und physikalischen
Instabilitäten herrühren, minimiert werden. Dazu müssen die Orte, an
denen solche Instabilitäten auftreten, detektiert und visualisiert
werden. Am Institut für Algorithmen
und Wissenschaftliches Rechnen (SCAI) des Projektpartners
GMD wurde ein Deformationsfunktional
entwickelt, dass die relative Verschiebung eines Netzknotens zu seiner
Nachbarschaft bewertet. Die Standardabweichung dieser Netzdeformation
über mehrere Simulationsläufe kann schließlich als Farbe auf der sich
verformenden Geometrie visualisiert werden.
Bei der Auswertung dieser Visualisierung bestand bisher jedoch das
Problem, die Stellen zu entdecken, an denen sich eine Instabilität
entwickelt. Auch hier bietet sich beim
crashViewer wieder die
Visualisierung mit Hilfe einer eindimensionalen Index-Textur (siehe
auch
Selektives
Ausblenden der Geometrie durch RGBα-Texturen) an. Mit Hilfe
des unten dargestellten
Transferfunktionseditors
kann die Geometrie, an denen sich die Netzdeformation über alle
Simulationsläufe stabil verhält, interaktiv ausgeblendet werden, so
dass die Initialstellen der Instabilität sofort sichtbar werden.
Im weiteren kann der Benutzer die Kamera an solchen Punkten fixieren,
um die Entwicklung auch bei eingeblendeter Gesamtgeometrie verfolgen
zu koennen. Diese Vorgehensweise unterstützt den Ingenieur also beim
schnellen Auffinden und Bewerten von Instabilitäten, die in ein und
demselben Modell bei mehreren Simulationsläufen auftreten.
Der Transferfunktionseditor erlaubt dem Benutzer bei Verwendung einer
Index-Textur, die Farbgebung für verschiedene Parameterbereiche
interaktiv zu verändern. Darüber hinaus läßt er die Modifikation des
Texture Environments zu, so dass sich die Einstellung der
Transferfunktion für den Alpha-Kanal nicht nur auf die
Texturdarstellung, sondern unter gleichzeitiger Aktivierung des
Alpha-Tests auch auf die Geometriedarstellung auswirkt. Diese Technik
erlaubt eine selektive Visualisierung in Abhängigkeit der
dargestellten Parameterwerte.