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Initial Penetration Removal
Bei der unabhängigen Vernetzung von Fahrzeugmodelldaten aus
der CAD-Welt in ein Finite Elemente Netz kommt es an kurvigen
Flanschen häufig zu Initialien Penetrationen; das heißt,
zwei oder mehrere polygonale Flächen, die zum Beispiel jeweils
Bauteile mit einer festgelegten Blechdicke repräsentieren, liegen
räumlich so nahe beieinander, dass die Bleche sich aufgrund
ihrer Dicke durchdringen würden.
Folglich würden in einer Simulation, die dieses Fahrzeugnetz als
Ausgangsdatensatz erhält, initiale Kräfte auftreten, was
wiederum die Simulationsergebnisse verfälschen würde. Daher
ist der Berechnungsingenieur bemüht, solche Bereiche, in denen
Initiale Penetrationen auftreten, zu ermitteln und die Bauteilnetze
dahingehend zu modifizieren, dass vor dem Simulationsstart alle
Initialen Penetrationen beseitigt sind.
Mit crashViewer ist der Berechnungsingenieur in der Lage,
zunächst den minimalen Knoten-Element-Abstand zu berechnen und
anschließend farblich zu visualisieren. Dabei wird von jedem
Knoten im gesamten Modell der geringste Abstand zu den vernetzten
Flächen der anderen Bauteile ermittelt. Diese skalare
Größe, die dann an jedem Punkt vorliegt, wird
schließlich über eine Farbtabelle auf eine Texturkoordinate
abgebildet, so dass der minimale Knoten-Element-Abstand mit Hilfe
einer eindimensionalen RGB-Textur in Form von Farbbändern
visualisiert werden kann.
Im Hinblick auf die Austauschbarkeit von Bauteilnetzen durch
weiterentwickelte Varianten ist es wichtig, die Netzmodifikation beim
Initial Penetration Removal auf die hinzugekommenen
Bauteilvarianten beschränken zu können. Dafür bietet
crashViewer einen Selektionsmechnismus, um diejenigen
Bauteile zu spezifizieren, deren Knotenkoordinaten verschoben werden
dürfen.
Das große Bild in der Mitte zeigt drei benachbarte Bauteile, um
deren Flansche der minimale Knoten-Element-Abstand visualisiert wird.
Dabei zeigt die Farbe Rot eine Unterschreitung des zuvor
spezifizierten Mindestabstandes an; das heißt, in diesen
Bereichen treten Initiale Penetrationen auf. Die
vergrößerten Bildausschnitte zeigen den Flanschabstand
jeweils vor und nach dem Initial Penetration Removal.
Kontakt: Ove Sommer
Email: Ove.Sommer@informatik.uni-stuttgart.de
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