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Institute for Visualization and Interactive Systems

IMMD IX - Volumenvisualisierung

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Volumenvisualisierung

Das Problem der graphischen Darstellung von Volumendaten gilt als zentrales Forschungsgebiet der wissenschaftlichen Visualisierung. Neben der Konturflächenbestimmung werden dreidimensionale Skalarfelder, wie sie entweder aus Messungen (z.B. bildgebende Verfahren der Medizin, seismische Untersuchungen) oder aus Simulationsrechnungen (z.B. Strömungsmechanik, Atomphysik) herrühren, heute in zunehmendem Maße durch direkte Volume-Rendering-Verfahren visualisiert. Hier liefert im Prinzip jedes Volumenelement einen Beitrag zum endgültigen Bild, so daß auch tiefer liegende Schichten durch Transparenz sichtbar gemacht werden. Dabei können durch die flexible Abbildung der Datenwerte auf Farbe und Opazität unterschiedliche Strukturen und Phänomene sehr effizient visualisiert werden. Forschunsaktivitäten in diesem Bereich finden auf unterschiedlichen Ebenen statt:

Methoden:
Volumenvisualisierungsverfahren basieren heute fast ausschließlich auf den Näherungen des "Absorptions-Emissions-Modells", das Streuung und Frequenzabhängigkeiten als unerwünschte Effekte in der Strahlungstransportgleichung nicht berücksichtigt. Beim Rendering von Szenen mit volumetrischen Objekten (z.B. Nebel, Wolken, etc.) sind diese Phänomene für eine realistische Darstellung jedoch unverzichtbar. Hierzu wurden die Grundlagen für die Integration des Volume-Radiosity-Ansatzes in das Vision-System erarbeitet.

Algorithmen:
Eine wesentliche Verkürzung der Volume-Rendering-Zeiten kann für Röntgenbild-artige Darstellungen unter Ausnützung des Fourier-Projection-Slice-Theorems im Frequenzraum erzielt werden. Ein auf der Hartley-Transformation basierendes Fourier-Volume-Rendering-Verfahren wurde implementiert, der zur genauen Rekonstruktion benötigte Filter wurde mit biorthogonalen Wavelets realisiert.
Parallele Implementierung:
Aus der Klasse der Projektionsverfahren wurde der Hierarchical Splatting Algorithmus im Rahmen des Shared-Memory-Programmiermodells auf der CONVEX Exemplar SP1000, einem Parallelrechner mit verteiltem gemeinsamen Speicher implementiert. Der Octree-Traversal wurde auf der Basis der Thread-Library mit einem geeigneten Loadbalancing-Verfahren, das Compositing mit Hilfe von Compiler-Direktiven, parallelisiert.


R. Grosso